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Englisch lernen ohne Buch

Die Idee zu einer Konversationsgruppe kam ursprünglich von Rebecca Bremermann (66). Die ehemalige Altenpflegerin aus Michigan, USA, folgte ihrem deutschen Mann 1971 in seine Heimat und wohnt seither in Moordeich. Kurz nach Eintritt in den Ruhestand rief sie im MGH zwei „English Breakfast“ Gruppen ins Leben, die bis heute bestehen. Um auch jüngeren, berufstätigen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Englisch zu pflegen und zu verbessern, gründete sie 2015 gemeinsam mit Uwe Ströhemann (59) die abendliche English Conversation Group.

„Rebecca sorgt dafür, dass jeder zu Wort kommt und in Ruhe formulieren kann“, erzählt Helga Komoss, die zuerst Bedenken hatte an der Gruppe teilzunehmen, weil ihr Englisch nach eigener Aussage „nicht so gut“ sei. Mittlerweile hat sie sich sehr verbessert und freut sich über jedes neue Wort, das sie lernt. Die Hobby-Gärtnerin weiß nun, dass die Maulwürfe, die sie so sehr ärgern, auf Englisch ‚moles’ heißen, ein Wort, das gleichzeitig auch eingeschleuste Spione bezeichnet - wie im Deutschen. „Aber das Problem mit den ‚moles‘ hat sich inzwischen gelöst“, schmunzelt sie. „Ich besitze nämlich jetzt einen ‚robot lawnmower’ (Roboter Rasenmäher).“

An Gesprächsthemen fehlt es der Gruppe nie, allein schon wegen der unterschiedlichen Lebensgeschichten ihrer Mitglieder. Geredet wird über alles, von Maulwürfen über Urlaubserlebnisse bis hin zu ganz persönlichen Dingen. „Natürlich ist auch Politik ein Thema“, erzählt Ströhemann. „Aber wir führen keine kontroversen Diskussionen.“ Er war lange Zeit bei der Bundeswehr und häufig im Ausland stationiert, wobei Englisch immer seine Arbeitssprache war. „Mit Englisch kann man sich fast überall auf der Welt unterhalten.“

Das kann Nour Alothman (20) aus Aleppo nur bestätigen. Seit 2015 ist der junge Syrer in Deutschland. Er hat bereits regelmäßig an den Sprechcafés für Deutsch im MGH teilgenommen und gerade ein Praktikum in der Jugendbildungsstätte Lidice Haus in Bremen begonnen. Englisch lernte er bereits in Syrien und war froh, sich während seiner Flucht damit überall verständigen zu können. „Der Vergleich der unterschiedlichen Kulturen ist bei uns in der Gruppe immer ein spannendes Thema“, so Alothman. Er freut sich, dass hier auch deutsche Begriffe wie „Grüner Daumen“ oder „Strohwitwer“ erklärt werden. Einmal habe er Uwe Ströhemann gefragt, was das englische Wort ‚stubborn’ bedeute. Antwort: „Stur, aber ohne H.“

Dass die Gruppe auch über schwierige Lebensabschnitte hinweghelfen kann, beweist Jens Tegtmeyer (79). Er ist 1958 in die USA ausgewandert und kennt das Land „from coast to coast“. Vor vier Jahren kam der gebürtige Bremer nach Deutschland zurück, weil seine Frau schwer erkrankt war. Seit 2017 nimmt er nun regelmäßig an der Gruppe teil. „Es war gut hier zu sehen, dass das Leben trotz der belastenden Situation weitergeht und Spaß machen kann“, erzählt Tegtmeyer.

Andere kommen‚ um „im Flow zu bleiben“, ihr Englisch für den Urlaub aufzufrischen, Verwandte in den USA zu besuchen, oder, wie Elke Hinrichs (53), um sich besser mit dem Schwiegersohn in Australien unterhalten zu können. Zur Hochzeit der Tochter musste Hinrichs Mann die Brautrede halten. „Die Gruppe hat geholfen, seine Rede ins Englische zu übersetzen. Er ist ganz groß rausgekommen.“

Im Vordergrund aber steht bei allen das gesellige Miteinander und der Austausch mit den anderen Mitgliedern. „Kenntnisse in anderen Sprachen schaden eigentlich nur dem, der sie nicht hat“, fasst Ströhemann mit einem Lächeln zusammen.

Neue Gäste sind stets ‚welcome’! Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Kaltgetränke und Tee kann man im MGH erwerben, leckere Sachen zum Knabbern werden gern noch mitgebracht. Nähere Informationen zur Veranstaltung unter Tel. 0421 – 80 60 98 74.

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